
1.Halbjahr
31.Januar
Seit Jahren
tummeln sich wenigstens zwei, manchmal auch drei Eichkater in unserem
Garten. Einer von ihnen – ob Weibchen oder Männchen, können wir nicht feststellen
– hat hoch oben in einer Fichte seinen Kobel, der allerdings für uns kaum
sichtbar ist. An diesem Eichkater beobachten wir seit langem eine
bemerkenswerte Fähigkeit: Er kann Knäuel wickeln. Zu diesem Zweck sucht er sich
an unserer Linde geeignete Zweige aus, die er förmlich abschält, indem er aus
ihrer Rinde lange Bastfäden erzeugt, die er mit großem handwerklichen Vermögen
zu einem Knäuel wickelt. Dieses transportiert er dann im Maul sehr geschickt
auf eben diese Fichte, wahrscheinlich in seinen Kobel. Was immer er dort damit
anstellt, blieb uns bis heute verborgen.
Im Januar
dieses Jahres 2001 nun gab es einen sonnigen Tag, der bei den Vögeln vorzeitige
Frühlingsgefühle hervorrief, die offensichtlich auch bei ihm ihre Wirkung nicht
verfehlten. Übereifrig, fast hektisch, hantierte er in unserer Linde und suchte
nach geeigneten Ästen. Diese waren ganz offensichtlich noch nicht in der
gewohnten Frühlingsqualität, denn als er endlich einen vermeintlich geeigneten
fand und sich an die Arbeit machte, fiel er plötzlich aus beachtlicher Höhe vom
Baum. So etwas hatten wir noch nicht gesehen. Ein Glück nur, dass er sofort
wieder auf die Beine kam. Er rannte zum Baumstamm zurück, guckte noch einmal
bedeppert und dann machte er sich davon.
2.Februar
Das Wetter im Januar 2001 war insgesamt milder als
gewöhnlich im Winter. Oft lag nur ein bisschen Schnee, wie auf dem Foto zu
sehen. Wenn die Sonne schien, konnten wir reizvolle Stimmungen erleben. Man
könnte allerdings auch sagen, das Foto, das wir zeigen, täuscht. Denn wenn
Wolken die Sonne verdeckten, war es doch recht grau und unfreundlich.

Übrigens: Der Graureiher ist im Revier geblieben und fliegt fast täglich nah oder
fern über die Bäume. Wir sind gespannt, ob er sich im Frühjahr immer gefährlicher
für unsere Fische interessieren wird.
7.Februar
Eine mehr
als 10cm dicke, kurzfristig bestehende Schneedecke ist geschmolzen. Seit heute
haben wir frühlingshafte Temperaturen:
- unter der porösen Eisdecke im Koi-Teich
bewegte sich ein großer Teichfrosch,
wahrscheinlich Rambo (siehe „Beobachtungen im
Gartenteich“).
-
zwei Amselhähne kämpften
erbittert miteinander, entweder ging es um die Vorherrschaft im Gartenrevier oder
um die hier lebende gutaussehende Amselhenne.
-
ermüdet vom
Hahnenkampf nahm einer der beiden
Streiter (wahrscheinlich der Sieger) sein erstes Bad in der aufgetauten
Vogeltränke.
-
ein Blaumeisenpärchen
interessiert sich auffällig für die Nistkanne am Lindenbaum.
9.Februar
Gegen 12.30 Uhr sichteten wir den
ersten Vogelzug des Jahres (Kraniche oder Wildgänse). Er überquerte unseren Garten von Südwest nach Nordost.
Heute bereits drei relativ große Teichfrösche im Koi-Teich auf flachem Grund
gesichtet.
11.Februar
Schon im vergangenen Jahr entdeckten
wir etwa vier bis fünf Zentimeter tiefe, kleine Löcher auf unserer Rasenfläche
und fragten uns vergebens nach ihrer Herkunft. Heute konnten wir endlich den
Verursacher beobachten. Es ist der Grünspecht, der mit seinem langen, spitzen Schnabel ganz
offensichtlich auf Futtersuche ist. Wir fanden leider nicht heraus, ob es sich
dabei um Ameisen, Käfer oder Würmer handelt.
16. Februar
Heute sichteten wir am Rande des leicht
zugefrorenen Goldfischteiches einen ersten Moorfrosch.
23.Februar
Wintereinbruch. Über Nacht fallen 20cm
Schnee. Die Vögel bestürmen am Morgen das
Futterhäuschen.
24. Februar
Am Futterhäuschen für die Vögel
spielen sich wunderliche Dinge ab. In den vergangenen Jahren hatten wir zwei,
etwa vier Meter von einander getrennt stehende Futterstellen. Ein
Futterhäuschen für die kleineren Gesellen, die bei strengem Winter - so wie
heute – auch in Scharen aus dem Wald zu uns kommen, und einen von uns
sogenannten Monetschen Heuhaufen, dessen Plateau wir zu einer Futterstelle
einrichteten.
Dieses Plateau beherrschte seit
geraumer Zeit ein Amselhahn. Er konnte von hier aus große Teile
des Gartens übersehen, hatte immer Futter unter den Füßen und musste sich nicht
mit den kleinen quirligen Vogelvolk anlegen. Er wich nur in die unteren
Regionen des Heuhaufens aus, wenn ein größerer Geselle, ein Eichelhäher oder eine Elster, sich über das Futter hermachte. Da
sich die Letzteren in unserer Gegend immer breiter machen, entschlossen wir
uns, kein Futter mehr auf das Plateau zu geben.
In diesem Jahr musste also unser Amselhahn mit dem Futterhäuschen vorlieb nehmen,
und eben das führte zu schweren Komplikationen. Da er offensichtlich der
Meinung ist, dass das ganze Futter ihm gehört, vertrieb er systematisch die
kleineren Vögel. Das veranlasste mich, zwei Ziegelsteine unter das Häuschen auf
den Schnee zu legen und darauf Futter zu geben. Ich konnte nicht ahnen, dass
dies ihn besonders in Rage bringen würde. Glaubte er doch, er müsse jetzt zwei
Futterstellen bewachen. Das führte heute geradezu zur Katastrophe. Er raste von
oben nach unten und zurück und hackte und biss um sich. Er attackierte nicht
nur die kleinen Vögel, sondern auch Vertreter seiner Spezies. Wenigstens drei
oder vier gut aussehenden Amselhennen gewährte er keinen Zutritt zum Futter,
ganz zu schweigen von seinem Nebenbuhler, den er bereits bei besserem Wetter
den Garaus zu machen versuchte. Damit er uns bei der Kälte vor Aufregung nicht
einem Herzinfarkt erliegt – er ist schon ein interessanter Kerl, an dem wir
bereits einige Jahre unser Amüsement haben -, müssen wir uns für morgen eine
bessere Futterlösung überlegen. Aber wie?
25.Februar
Obwohl das Futterhaus so konstruiert
ist, dass es größeren Vögeln den Zugang versperrt, ist ein Eichelhäher – wie wir heute beobachten konnten –
hineingekommen. Und prompt ergriff der Amselhahn die Flucht. Er setzte sich in
etwa ein Meter Entfernung auf einen Ast und wartete geduldig .Er zog sogar
irgendwie den Schwanz ein. Kein Schimmer von der aggressiven Haltung, die er
tags zuvor gegenüber den kleineren Vögeln eingenommen hatte. Er flog sofort
zurück ins Haus, als der Häher abzog.
28.Februar
Hurra, ein Star ist da! Und das trotz Eis und Schnee
bei acht Grad Frost in der Nacht.
Heute morgen entdeckten wir ihn an
unserer Starkanne bereits im grün-violetten Brutkleid. Es sieht so aus, als
habe er die Nistkanne wieder angenommen. Wir hatten sie von einer abgestorbenen
Pappel an eine noch gesunde montiert, das heißt, um etwa zwei Meter versetzt.
Erfahrungsgemäß ist solch ein erster
Star die Vorhut.

8.März
Nachdem der Winter noch einmal mit
Schnee und Eisdecke auf den Teichen zurückgekommen war, scheint sich nun –
endlich – wärmeres Wetter durchzusetzen.
In der Vogeltränke badete heute morgen
der bisher einzig eingetroffene Star. Vor der Tränke wartete geduldig und unterwürfig der bereits
mehrfach erwähnte Amselhahn, um, sobald die Tränke frei war,
ebenfalls ein Bad zu nehmen.
10.März
Das Wetter ist heute erfreulich
frühlingshaft. Für den Star hat sich eine Partnerin eingefunden, und er probiert seine
Liebes-Gesänge. Die Amsel hat sich anscheinend einen Nistplatz in der Pappel neben den Kohlmeisen ausgeguckt. Aber Nestbau sehen wir
noch nicht. Das Blaumeisen-Pärchen ist geschäftig an seinem
Nistkasten. Eine Blaumeise hackt immer wieder am Eingangs-Loch herum.
Im Goldfisch-Teich ist ein
ausgewachsener Moorfrosch aufgetaucht, hat mehrmals am Rand
gesessen und Luft geschnappt. Im Koi-Teich saß ein hellbrauner Frosch am Rand, sprang ins Wasser und saß
dann ein Weilchen am Überlauf zum Goldfisch-Teich.
An der Laube entdeckten wir einen
hübschen Moorfrosch auf dem Wege zu unseren Teichen.
18.März
Zwar herrscht kein freundliches Frühlingswetter,
aber Frost, Eis und Schnee gibt es auch nicht mehr. Wir haben die
Winterfütterung der Vögel eingestellt. Sie sind wieder auf sich selbst
angewiesen.
Am hochgewachsenen Efeustrauch sind
jetzt die Früchte reif. Die giftigen Beeren nutzen Amseln, Stare und Ringeltauben als willkommenes Futter.
Übrigens lieben die Stare zwar diese unsere Beeren, aber die
Starkanne scheinen sie zu unserem Ärger letztendlich nicht bezogen zu haben.
22. März
Trotz des anhaltend unfreundlichen
kalten Wetters ist eine Singdrossel eingetroffen. Wir haben diesen in unserer Gegend selten
gewordenen Vogel vom Küchenfenster aus bei der Nahrungssuche beobachtet.

25. März
Wintereinbruch mit Schnee und Eis. Seit
heute Morgen hat es ununterbrochen geschneit. Es liegen wenigstens 5cm Schnee.
Die Teiche sind wieder vereist. Wir fürchten um unsere Fische, und wir bangen um die Vögel, die, wie uns schien, schon mit dem
Brutgeschäft begonnen hatten.
Übrigens haben sich die Stare offenbar doch für unseren Nistkasten
entschieden.
27. März
Aus den 5cm Schnee waren wenigstens
10cm geworden mit strengem Frost in der Nacht. Daraufhin entschlossen wir uns,
die Vögel erneut zu füttern. Zu unserer
Überraschung kommen - aus dem verschneiten Wald -
sonst in unserem Garten selten in Erscheinung tretende Vögel. Wir sahen
gestern eine wunderschöne Wacholderdrossel. Heute gaben uns zudem drei Kernbeißer die Ehre. Auch Tannenmeisen und Girlitze ließen sich blicken.
Und dann die ständigen Gäste: Bunt- und Grünfinken, Blau-, Grau- und Kohlmeisen, Rotkehlchen, Stare, Amseln und Sperlinge. Sogar die Ringeltauben machten sich über unser Futter her. So
hat selbst ein solch unerwarteter Wintereinbruch seine guten Seiten für uns
Beobachter.
28. März
Trotz Minus-Temperaturen in der Nacht
scheinen die Vögel ihr Brutgeschäft fortzusetzen. Zwei Nistkannen sind mit je
einem Blaumeisen-Paar besetzt, und der Star hat mit Frau und wahrscheinlich
Tochter die Starkanne bezogen. Alle drei sonnen sich gern in der Früh; denn es
ist zwar kalt, aber sonnig.
Heute Morgen waren übrigens wieder drei
Kernbeißer am Futterhaus, wie es ausschaut ein
Weibchen und zwei Männchen. Die weiße Schwanzspitze des Männchens ist
unverkennbar.

31. März
Heute war endlich ein sonniger Tag,
allerdings mit nur langsamer Erwärmung. Ein schöner, ausgewachsener Grasfrosch machte auf dem Rasen Sonnenbad. Zu
unserem Entsetzen – wir waren im Haus, sahen es zufällig vom Fenster aus – fiel
ein Eichelhäher über ihn her, packte ihn und flog mit
ihm auf und davon. Dieser Vorgang macht uns skeptisch gegenüber Äußerungen von
Ornithologen, die behaupten, Eichelhäher seien nützlich.
Die ansteigenden Temperaturen erlaubten
es, die Teiche zu belüften. Die Fische scheinen den Winter gut überstanden zu haben. Sie kamen aus der
Tiefe auf etwa 50cm unter Wasseroberfläche. Im Koi-Teich entdeckten wir einen
ca. 3cm langen Einzelgänger und vier Winzlinge von etwa 15mm. Welcher Art
Nachkommen es sind, wissen wir nicht.
In den Mittagsstunden schwirrte ein Zitronenfalter durch den Garten.
1. April
Erstes Pfauenauge begrüßt. Aus der Tiefe des
Goldfisch-Teiches tauchte ein Teichfrosch auf, nahm einen der Stammplätze ein und blieb bis zum Abend
sitzen.
2. April
Zwei große Vogelzüge von Südwest nach Nordost. Der Frühling
lässt sich also nicht mehr aufhalten.
Zu erkennen auch daran, dass sich im
Teich des Sohnes zwei Moorfrösche paarten. In den übrigen Teichen sonnen sich inzwischen auf ihren
altbewährten Stammplätzen drei Teichfrösche.
Ganz nebenbei ließen wir uns wieder
einmal dazu verleiten, Fische zu kaufen: zwei winzige bunte Schleierschwänze und einen kleinen Goldfisch. Da die Teichwassertemperatur momentan
nur 12 Grad beträgt, müssen sie noch eine zeitlang im Haus in einem Eimer ihr
Dasein fristen.
5. April
Da unsere Koi immer größer werden, jedenfalls ist
das unser Eindruck nach dem Winter, möchten wir ihnen bessere
Bewegungsmöglichkeiten verschaffen. Seit vorgestern versuchen wir, unsere
separaten drei kleinen Teiche zu verbinden. Das bedeutet kompliziertes
„Schweißen“ der bisher getrennten Folien.
Inzwischen übrigens vier Teichfrösche erschienen.
7. April
Der schwarze Schleierschwanz ist der erste „Überschwimmer“ vom
Goldfisch- zum Koi-Teich. Wir haben das Ereignis verpasst. Der gemütliche
Bursche hat es irgendwann probiert. Alle anderen Fische schwimmen wegen der
kühlen Wassertemperatur so tief, dass sie die Übergänge zwischen den Teichen
noch gar nicht entdeckt haben.
Leider ist es ungewiss, ob alle
„Schweißstellen“ wirklich dicht sind. Das Wasser steht derzeit 4 bis 5cm
tiefer, als es sollte. Das Wetter ist so kalt und feucht, dass wir zögern,
weiter zu kleben.
8. April

Nach Jahren hat sich wieder ein Zaunkönig in unserem Revier eingefunden. Zwei Gartenrotschwänze sind ebenfalls eingetroffen.
Die Überläufe zwischen den Teichen sind
hergestellt. An Verbesserungen muss noch gearbeitet werden. Kurioserweise
versammeln sich fast alle Fische im ehemaligen Koi-Teich.
Eine der Neuerwerbungen (bunter kleiner
Schleierschwanz ) ist gestorben.
10. April
Aus den Tiefen unseres Teiches sind
inzwischen insgesamt sechs Teichfrösche aufgetaucht. Sie machen noch einen verschlafenen und steifen
Eindruck und haben große Mühe, auf ihren Lieblingsplatz zu gelangen.
Die Singdrossel ist noch im Revier. Wir schließen das
aus den zertrümmerten Schneckengehäusen. Heute haben wir beobachtet, wie sie
eine Schnecke auf einem Stein bearbeitete.
Wegen der anhaltenden Kälte und der
niedrigen Wassertemperaturen zögern wir nach wie vor, die Fische zu füttern. Das macht uns Sorge.
17. April
Die anhaltend nass-kalte Witterung
macht den Meisen und den Staren zu schaffen. Die Vögel finden kein
Futter für ihren Nachwuchs. Wir fürchten das Schlimmste.
23. April
Zwei ausgediente Blumenschalen werden
von den Vögeln als Tränken und Bad genutzt. Selbst die Ringeltauben baden in diesen Gefäßen, sogar bei
niedrigen Temperaturen. Wir sahen, wie eine Taube die Eisdecke mit ihrem
Schnabel aufbrach und sich ins Eiswasser setzte.
25. April
Verbindung der Teichbecken gelungen.
Nach langem Zögern schwammen Fische durch die Passage. Moderlieschen und Goldfische waren am mutigsten. Am längsten
zögerten die Koi: „Undine“, und in ihrem Gefolge „Felix“, der „Goldbarren“ und der „Silberpfeil“.
Wir haben den Eindruck, dass den
Fischen ihr vergrößertes Domizil sehr behagt. „Felix“ sprang wenigstens dreimal
hoch (ca. 30 cm) in die Luft. So etwas haben wir von ihm noch nie gesehen.
27. April
Quak!! Erster Frühjahresruf eines Teichfrosches kurz und einmal heute gegen 16 Uhr.
30. April
Da die beiden am 2.April gekauften Schleierschwänze leider verstorben sind, entschlossen
wir uns heute zu einer Neuerwerbung. Wir kauften einen schwarzen, einen roten
und einen bunten kleinen Schleierschwanz (je ca. 5cm) und setzten sie in den
ehemaligen Moderlieschen-Teich.
Im Laufe des Tages (erstmals 27 Grad im
Schatten) tauchten überraschend viele Frösche an den Teichen auf. (Teichfrösche, Moorfrösche)
2. Mai
Kurz einen Trauerschnäpper gesichtet. Hoffentlich bezieht er eine
unserer Nistkannen.
Von der Neuanschaffung im Fischteich
sind der bunte und der schwarze Schleierschwanz nicht mehr zu sehen. Was ist aus ihnen geworden? Wir haben unsere
Lieblinge, die Frösche, in Verdacht. Einige Frösche sind inzwischen auf Wanderschaft
gegangen, wahrscheinlich im Zusammenhang mit Laichvorhaben. Zwei der hier
Gebliebenen wurden mit Regenwürmern gefüttert.
7. Mai
Der schwarze Schleierschwanz ist uns verstorben. Aber den roten und
den bunten Schleierschwanz haben wir lebend inmitten der anderen Fische
gesichtet. Hoffentlich bleiben sie uns trotz der anhaltend kalten Witterung
erhalten!
Zur Zeit lassen sich nur zwei Teichfrösche blicken.
11. Mai
Die Stare sind flügge. Wir beobachten wie einzelne
die Nistkanne verlassen und wieder zurückkehren. Eine Elster versuchte mehrfach einen jungen Star
aus der Nistkanne zu ziehen. Wir haben es einmal verhindern können. Aber wie
viele jungen Stare durchgekommen sind, wissen wir nicht.
Zu unserem Erstaunen sind alle Teichfrösche bis auf mehrere Winzlinge
ausgewandert. Übrigens haben sich einige noch ausgiebig füttern lassen. Man
möchte schon wissen, wo diese Rasselbande abgeblieben ist. Oder sind sie
gefressen worden?
13. Mai
Einige Gras- und Moorfrösche sind noch im Garten. Ob die Paarung
(siehe Foto) Folgen gehabt hat, ist bislang nicht zu erkennen.

15.Mai
Es gab einen Gewitterregen. Und prompt
sind drei Teichfrösche wieder „heimgekehrt“. Wo sie gelandet
waren, fehlten wohl die dicken Würmer und Insekten.
Zwei Weinbergschnecken bei der Begattung beobachtet.

19. Mai.
Das Frühjahr verlief wegen des
langanhaltend unfreundlichen Wetters nicht so wie gewohnt. Einzig die Stare haben es bislang fertig gebracht, Nachwuchs
heranzuziehen. Heute ist der letzte Jungvogel davon geflogen.
Noch eine Nistkanne ist von Blaumeisen besetzt, die sich redlich um ihren
Nachwuchs kümmern.
Alle erwachsenen Teichfrösche – gestern sogar unter unseren Augen am
hellen Tage bei Sonnenschein! – sind in Richtung Weiher im Wald davongezogen,
ohne sich bei uns gepaart zu haben. Sie ließen allerdings ihren Nachwuchs vom
vorigen Jahr zurück. Wir zählten bisher sieben Winzlinge.
Übrigens hielten bis gestern zwei Moorfrösche Stellung im Teich des Sohnes.
22. Mai
Kaum ist die Starkanne leer, balzt von
neuem ein Starhahn. Wir beobachteten eine hübsche Szene:
Er riss ein Efeublatt ab, trug es im Schnabel ein Stück durch den Wald, flog
dann damit in den Nistkasten, kam wieder heraus und ließ es fallen. Mal sehen,
wie das weitergeht!
Eine Kuriosität: Heute morgen lagen
zwei Pantoletten verstreut im Garten. Wir vermuten, dass ein Räuber -
wahrscheinlich ein Fuchs - am Werke ist. Vor zwei Tagen ist nämlich nachts kaum zehn Meter
vom Grundstück entfernt ein Huhn gerissen worden.
25. Mai
Ein räuberisches Tier hauste vergangene
Nacht in unserem Garten. Erstes Indiz: eine leergesoffene Vogeltränke. Zweites
Indiz: ein bis auf einige Federn aufgefressener Vogel (Star oder Amsel). Drittes Indiz: ein bis auf Kopf und
Schenkel aufgefressener großer Teichfrosch.
28. Mai.
Teichfrosch „Rambo“ zu unserer Freude nach kurzer
Abwesenheit wieder eingetroffen. Er wurde vom Koi „Undine“ arg gerempelt und hat sich
sofort in den Teich des Sohnes zurückgezogen. Vielleicht ist er auch von einer Kröte belästigt worden, die wir seit zwei
Tagen im Goldfisch-Becken beobachten. Sie sitzt so im Schilf wie uns das ein
Internet-Freund von seiner Kröte per Mail schickte.

29. Mai
Blaumeisen-Nachwuchs ist heute ausgeflogen. In
der Nacht ist aber leider eine andere Blaumeise von Unbekannt getötet worden.
Zu Teichfrosch „Rambo“ hat sich inzwischen ein
weiterer „Heimkehrer“ gesellt. Wenn wir nur wüssten, wo sie gewesen sind. Aber
Hauptsache ist, sie sind wieder da.
4. Juni

Ein Fuchs strich ums Haus am helllichten Tag am
Pfingstmontag. Es war später Nachmittag. Endlich wissen wir genau, wer der seit
einiger Zeit in unserem Garten sich herumlümmelnde Räuber ist. Weitere
Einzelheiten in der Fuchsstory.
Beunruhigend ist eine Verletzung am
Kopf von Koi-Silberpfeil. Wo hat er sich diese
zugezogen? Hoffentlich heilt sie wieder ab.
Die Kröte, die wir seit Tagen in unserem
Fischteich beobachten, ist heute bei angenehm sonnigem Wetter aus dem Wasser
gekommen und hat sich am Ufer stundenlang gesonnt. Sie ließ sich fotografieren

Es ist eine prächtige, gemütliche Erdkröte.
Am Nachmittag entdeckten wir auf einem
unserer Fußwege eine völlig malade, ausgetrocknete kleine Erdkröte. Erst dachten wir, sie sei tot. Wir
setzten sie an den Rand eines unserer Teiche, da klimperte sie plötzlich mit
den Augen. Hurra, sie lebt!
11. Juni

In unseren Teichen hat sich eine Ringelnatter angesiedelt. Und wir vermissen bereits
die kleinen Nachwuchs-Teichfrösche. Hoffentlich frisst sie nicht weiterhin, was uns am Herzen liegt.
Aber was soll man machen bei einem Naturgarten?
14. Juni
Die Ringelnatter scheint sich wirklich angesiedelt zu
haben. Nicht nur, dass wir sie heute wieder in unserem Teich-Areal gesehen
haben, sondern auch Nachwuchs, der offenbar von ihr stammt. Die kleine Ringelnatter war etwa 15cm lang.
22. Juni
Seit Tagen haben wir die Ringelnattern nicht mehr gesehen. Es waren
schließlich drei Stück gewesen, eine wohl ausgewachsene von etwa 60 cm Länge,
eine zu etwa 12 cm und eine zu 20 cm. Wir vermuten, dass sie insgeheim in
unserem kleinen Areal residieren und unsere Fische und die Frösche nerven.
Von den großen Teichfröschen sind zur Zeit noch zwei gelegentlich
zu beobachten. Auch existieren noch so drei, vier kleinere Exemplare.
24. Juni
Zwei weitere Teichfrösche „heimgekehrt“. Offensichtlich
unterwegs wenig Futter gefunden. Deshalb heute bei überraschend schönem Wetter
große Fütterung mit Fliegen, Wespen und Regenwürmern. Appetit war sehr
ausgeprägt.

26. Juni
Koi „Silberpfeils“ Kopfverletzung, die wahrscheinlich von
einem Hochsprung herrührte, sieht wie abgeheilt aus. Da er ein Springer ist, sahen wir uns veranlasst, die Drähte über
den Teich, die gegen den Graureiher
schützen sollen, höher zu setzen.

27. Juni
Am späten Nachmittag flog wieder einmal
ein Grünspecht bei uns ein. Diesmal mit einem Jungen.
Das Junge pickte im Rasen schon selbst nach Nahrung, wurde aber auch von der
Mutter gefüttert, die das Futter in der Kehle aufbewahrte und dann in den
Schnabel des schon recht großen Nachwuchses stopfte. Die Fütterung vollzog sich
anders als bei den Amseln, die Würmer im Schnabel sammeln und sie dann ihren
Kleinen bringen.
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