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2. Halbjahr
6. Juli

Heute entdeckten wir einen Holunderspanner, einen hier noch nie gesehenen Schmetterling! Er saß im
Rasen wie betäubt, ließ sich berühren und auf die Hand nehmen. Wir setzten ihn auf
unseren Holunder, aber da flog er davon.
7. Juli

Wie bereits früher erwähnt, brüten unsere Amseln auf der Setzleiter im Geräteschuppen in diesem Jahr das drittemal.
Trotz „Ermahnungen“ haben die Vögel nach der zweiten Runde nicht an ihrem Nest
nachgebessert. Die Amselhenne hat ihre Eier einfach in die lädierte Buchte
gelegt. Wie liederlich dies aussieht und wie unbequem es für den wiederum
vierköpfigen Nachwuchs ist, zeigt obiges Foto.
8. Juli

Schon einen Tag später war die junge Truppe der Amseln ausgeflogen. Das Nesthäkchen hockte noch geraume Zeit neben der
Dachrinne, dann war es irgendwo in den Büschen verschwunden. Wir hörten ab und
zu die kurzen scharfen Rufe der Jungen, oder wir sahen, wie die Eltern fleißig
zum Füttern irgendwo in der Hecke verschwanden. Das wird noch einige Zeit so
gehen, dann werden die Eltern ihre Jungen vertreiben.
17. Juli

Bei endlich sommerlichen Temperaturen kommt unser
Fisch-Nachwuchs, junge Kois und Goldfische, selbstbewusst aus
den Verstecken im Schilf hervor und zeigt sich im „offenen Gewässer“, türmt
auch nicht mehr vor den Großen.
22. Juli

Wir hatten ihn schon vermisst, tagelang nicht gesehen.
Heute suchte der Amselhahn mit zwei seiner Kinder am Hausrand Schutz vor dem
Dauerregen.
25. Juli
Heute Vormittag am Teichrand eine junge, etwa 12 cm große
Ringelnatter gesichtet. Sie ringelte sich am Bachlauf entlang unter
die Folie, bevor die Kamera zur Hand war.
26. Juli

Bei dieser kühlen Witterung haben die Teichfrösche arge Probleme, Nahrung zu finden. Sie werden
„erfinderisch“ – wie das Exemplar auf dem Foto, das sich in der Seerose
platzierte in der Hoffnung, dort eher ein Insekt zu fangen.
31. Juli

Am späten Nachmittag beehrte uns ein Trauermantel. Er flog ein, nahm Platz auf dem Kaffeetisch und ruhte
wenigstens 20 Minuten aus.
2. August

Seit Tagen war ich bemüht, eine Braunelle zu fotografieren. Täglich so gegen achtzehn Uhr tauchte der scheue
Vogel in unseren Beerensträuchern auf und nährte sich. Er bevorzugte rote und
gelbe Johannisbeeren, nahm aber auch die blauen Beeren vom Lorbeerstrauch.
Sobald ich mich näherte, flog er auf und davon. Heute endlich gelangen ein paar
Aufnahmen. Er hatte im Johannisbeer-Strauch offenbar ein kleines Nickerchen
gemacht und stellte sich dem Fototermin.
7. August

Über Nacht war ein Grünes Heupferd in
unser Badezimmer gekommen und hatte es sich neben den Handtüchern gemütlich gemacht.
Beeindruckend die gewaltigen Fühler. Es wurde – bei ungünstiger Belichtung -
fotografiert, eingefangen und hinaus auf die Linde gegeben.
11. August

Heute entdeckten wir die verlassene Haut einer Ringelnatter an unserem Teich, und zwar an der Stelle, wo wir ihren
Unterschlupf vermuten. Das Tier scheint jetzt etwa 35 cm lang zu sein. Aber was
wichtiger ist: Sie scheint hier Quartier genommen zu haben. Ob das unseren
Fischen und Fröschen gut bekommen wird, möchten wir bezweifeln. Aber wir sind auch
neugierig auf die Schlange, die offenbar sehr scheu ist.
19. August

Morgens, wenn wir frühstücken, haben seit einigen Tagen
auch Vögel in unmittelbarer Nähe Appetit, nämlich auf die reifenden Kerne der
Sonnenblumen. Heute überraschten sogar zwei Sperlinge. Bislang hatten wir vor allem Kohlmeisen und Grünfinken futtern
sehen.
8. September

Überraschung pur – ein seltener Gast in unserem Garten:
eine Blindschleiche beehrte uns mit ihrem Besuch. Zum Glück hatten wir den
Fotoapparat zur Hand.
11. September

Als wir heute Morgen zum Fenster hinaus schauten, hatte
gerade ein äußerst seltener Gast, nämlich ein Gartenrotschwanz-Weibchen, auf unserem Bungalow-Dach Platz genommen. Es
putzte sich, blickte um sich und war - husch
- wieder verschwunden...
12. September

Am Nachmittag entdeckten wir eine Erdkröte auf ihrem Ausflug durch den Garten. Wir hatten „ewig“ keine gesehen.
Schön, dass sie so unternehmungslustig war. Auf unserem Foto ist sie sogar
flott zu Fuß.
Übrigens machten wir am Nachmittag noch eine andere
überraschende Beobachtung. Aus dem Teich erklang gegen 17 Uhr ein grunzendes
Froschquaken, das uns lebhaft an die Lustrufe des Frühlings erinnerte. Und in
der Tat. Unter der Uferbepflanzung – für die Kamera nicht erreichbar –
vergnügten sich zwei Teichfrösche!
13. September

Heute flatterte beim Mähen ein „Ungetüm“ aus der nahen
Hecke und nahm auf dem Rasen Platz. Wir vermuteten zunächst einen
Ligusterschwärmer, doch nach genauerer Begutachtung kamen wir zu dem Schluss,
dass es sich um einen Kiefernschwärmer handeln musste. Wir haben solch Schmetterling noch nie
hier gesehen. Mag es daran liegen, dass – wie uns scheint – jüngst weniger
Fledermäuse im Revier sind?
18. September

Wie auf dem Foto gut sichtbar, bleibt man als Neuling
(linke Ecke unten) lieber hinter dem voll gefressenen Teichfrosch (rechts oben).
19. September
Gegen 17 Uhr flog ein Graureiher ein. Er steuerte den Teich an, landete aber zunächst, was wir nicht sahen,
auf dem Dach unseres Bungalows. Als wir vorsichtig auf die Terrasse traten,
erhob er sich über unseren Köpfen und flog davon.
12. Oktober

Überraschung! Bei 7 grad plus Außentemperatur, aber
strahlendem Sonnenschein nahm gegen Mittag einer unserer Teichfrösche ein ausgiebiges Sonnenbad.
20. Oktober

Als er gestern gegen 16 Uhr einflog, hielten wir es nicht
einer Meldung wert. Aber wir fotografierten. Heute fast zur gleichen Zeit fand
sich der Grünspecht wieder auf unserem Rasen ein und futterte ausgiebig, bis
ihn Lärm auf der Straße vertrieb.
21. Oktober

Bei 22 Grad Wärme kamen Teichfrösche wieder aus der Tiefe des Teiches und suchten die Sonne.
Am Ufer unter dichten Gräsern auch ein farbkräftiger Springfrosch.
16. November

Badetag der Vögel. Bei acht Grad plus und Sonnenschein
war heute reger Betrieb an unseren Badestellen. Zunächst tummelten sich die Amseln, dann fanden sich Kohlmeisen, Grünfinken und Sperlinge ein. Und siehe – plötzlich okkupierte ein Specht eine Badestelle und planschte wirklich ausgelassen. Wir glauben, es war
ein bislang hier noch nie gesehener Blutspecht.
Übrigens kurvte bei diesem angenehmen Wetter auch ein
prominenter Schmetterling herum – ein Trauermantel.
28. November
Bei etwa vier Grad plus und trübem Wetter reger Betrieb
am Futterhaus der Vögel. Plötzlich der Blutspecht an
der Linde. Aber leider nur für einen kurzen Moment. Offenbar hatte er uns am
Fenster gesehen.
Wenig später noch eine Überraschung. Ein Graureiher am Teich! Und wir hatten ihn nicht bemerkt. Als wir ein Rollo
hochzogen, sahen wir, wie er auf- und davonflog.
14. Dezember

Morgens gegen elf Uhr bei zwei Grad Frost flog der Blutspecht eine Tränke an, klopfte sich ein Loch und trank.

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