www.tiere-im-garten.de
1.
Halbjahr
1. Januar
Neujahrs-Besuch vom Graureiher. Gegen Mittag entdeckten wir ihn, aber er
erhob sich sofort in die Lüfte, als er uns gewahrte. Fast scheint es, als habe
er unseren Garten in seine Tages-Tour integriert. Mal schauen, wie sich das im
neuen Jahr entwickelt.
7. Januar

Im vorigen Jahr hatten wir ihn erst im März
gesehen: einen Bergfinken, und zwar
ein Weibchen (siehe hellgraue Wangen). Der Vogel kehrt nie im Futterhaus ein,
aber am Boden pickt er fleißig und ausdauernd.
8. Januar

Besuch vom Kernbeißer. Bei winterlichen Temperaturen fand er sich
heute am Futterhaus ein und mampfte ganz selbstverständlich. Die immer
neidische Amsel respektvoll in gebührender Entfernung.
9. Januar

Heute entdeckten wir im Schnee die
Fußspuren unseres heimlichen „Freundes“, des Graureihers. Er muss in den letzten Tagen auf ein paar
Schritte hier gewesen sein, ohne dass wir es bemerkt haben. Aber welche Füße!
Man vergleiche mit den Schuhabdrücken daneben.
22. Januar

Bei noch immer 14 Grad Frost ließ sich am
Vormittag kurz die Wachholderdrossel blicken, die an einem unserer Sträucher Beeren findet. Sie scheint ein
sehr unruhiger Vogel zu sein, denn kaum hat sie sich gesetzt, schon fliegt sie
wieder auf und davon.
23. Januar

Bei noch 15 Grad Frost am Vormittag
fliegen, wie wir mit Überraschung registrieren, zwei Wachholderdrosseln ein, die immer
wieder versuchen, am Strauch Beeren zu ergattern. Sie verduften ab und zu,
kommen aber zurück, picken auch im Schnee herum.
7. Februar
Ein Reh in Nachbars Garten! Bei Regen und zwei Grad plus – in der Nacht hatte es
noch geschneit – überraschte uns das Tier am Morgen. Es schien, als irrte es
ziemlich hilflos herum. Doch kaum hatte es uns gesehen, war es auch schon um
die nächste Ecke verschwunden.
8. Februar

Bei Regen und Tauwetter schuftet ein Eichhörnchen an unserer Linde. Wie schon seit einigen
Jahren holt es Rinde vom Baum. Es wickelt die Stücke jeweils so mühe- wie
kunstvoll zu Knäueln zusammen und schleppt sie hoch auf eine unserer Fichten.
Es hat da oben offenbar seinen Kobel und erwartet wahrscheinlich Nachwuchs.
(Übrigens: Aus dem Jahre 2004 dazu >hier< Movies)
12. März

Nach ausgiebigem Schneefall am Vortage, der
erst in der Nacht nachließ, sahen wir heute Morgen die Spur eines Marders im Schnee vor der Haustür und quer durch
den Garten.
24. März

Durch Belüftung endlich ein Loch im noch
immer wenigstens dreißig Zentimeter tief gefrorenen Teich entstanden. Ergebnis:
einen toten Fisch geborgen. Aber – Sensation! – in der Tiefe schemenhaft drei
lebende Fische gesichtet! Das ist nach diesem überaus lange ständig frostigem Winter
fast wie ein kleines Wunder.
27. März
Erfreuliche Überraschung am Morgen: Die Stare sind eingetroffen! Mit einer Verspätung von
rund zehn Tagen im Vergleich zu 2004 und 2005 haben sie erste Sondierungen der
Nistkästen begonnen.
29. März

Im Vergleich zu früheren Jahren mit rund
vierzehntägiger Verspätung tauchte heute der erste Moorfrosch auf.
Nicht in unserem Fischteich, sondern am Rande des noch abgedeckten Froschpfuhls
unseres Sohnes. Wir haben den Frosch herzlich begrüßt und holten ihn zum
Fototermin auf die Terrasse. Danach brachten wir ihn in sein Revier zurück.
Offenbar empört über diesen Eingriff in seine Privatsphäre hat er sich sofort
verkrümelt.
2. April
Endlich ein Tag, der sich wie Frühling
anfühlt. Und schon flattern Tagpfauenauge, Zitronenfalter und C-Falter.
8. April

Am frühen Morgen außergewöhnlicher Besuch:
ein Enten-Pärchen. Sie spazierten ziemlich unschlüssig im Garten herum. Wir
vermuten, sie interessierten sich für die Fische. Aber das scheint nicht der
Fall gewesen zu sein. Oder wir haben sie bei ihrem Vorhaben gestört. Jedenfalls
flogen sie alsbald davon.
14. April

Eine gute Nachricht nach diesem elend
langen Winter: zwei Erdkröten paddeln
im Teich herum. Meist in der Tiefe. Es sieht aus, als seien es zwei Weibchen.
Heute stellte sich eins zum Fototermin.
15. April

Der erste wirkliche Frühlingstag mit Sonne,
aber nur 13 Grad plus, erwärmte das Teichwasser immerhin so weit, dass das
Leben darin merklich erwachte. Wir zählten fünf Erdkröten und – eine echte schöne Sensation, nachdem
wir in den letzten Tagen sechs tote Teichfrösche herausholen mussten – sogar
einen Teichfrosch!
7. Mai

In der Natur nicht zu vermeiden: Des Nachts
offenbar reger Verkehr an einigen Mauselöchern. Siehe da: eine Waldmaus!
8. Mai

Wirklich
überraschend hopste heute ein Winzling von Teichfrosch am Ufer (siehe Foto oben). Kaum groß wie eine Fingerkuppe. Eigentlich
nur denkbar, dass er als Kaulquappe glücklich überwinterte und nun seine
Gestalt angenommen hat. Was hoffen lässt. Unser Fazit am heutigen Tage: Fünf
Teichfrösche, darunter besagter Winzling, sodann ein behäbiger „Platsch“ und
drei Halbstarke, die derzeit immer wieder über sich herfallen und munter
quaken. Im Froschpfuhl übrigens sitzen mindestens zehn verschieden große Gras- und Moorfrösche oft dicht beieinander (siehe Foto unten). Von den fünf Erdkröten ist
gelegentlich noch eine zu sehen. Nachwuchs haben leider weder Kröten noch
Frösche zustande gebracht.

9. Mai
Über Nacht ist ein sechster Teichfrosch eingetroffen, und zwar einer vom Format der
„Halbstarken“.
10. Mai

Noch vor zwei Tagen registrierten wir, dass
weder Kröten noch Frösche heuer Nachwuchs geschafft hätten. Welche Überraschung
heute morgen am Teich! Hunderte Kaulquappen an den Ufern! Vermutlich von den Teichfröschen. Sicher freilich sind wir
uns nicht.
1. Juni

Neue Überraschung. Heute entdecken wir eine
zweite Generation Kaulquappen.
20. Juni

In sengender Hitze mittags am Teich eine Ringelnatter! Als ich sie entdeckte, war sie leider mit
dem Kopf schon wieder unter einem Stein verschwunden. Aber ihr Körper
schlängelte sich noch gemächlich darüber hin. Sie wird wohl so fast 50cm lang
sein.
Weiter zum
Tagebuch
2006, 2. Halbjahr
Tagebuch
2005, 1. Halbjahr
Tagebuch
2005, 2. Halbjahr
Tagebuch
2004, 1. Halbjahr
Tagebuch 2004, 2. Halbjahr
Tagebuch 2003, 1. Halbjahr
Tagebuch 2003, 2. Halbjahr
Tagebuch 2002, 1. Halbjahr
Tagebuch 2002, 2. Halbjahr: