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Die Amsel ist der
Vogel im Revier, bei dem sich Hahn und Henne relativ gut unterscheiden lassen, es
sei denn die Beleuchtung erschwert die Bestimmung.
Der Amselhahn
trägt grundsätzlich ein schwarzes Federkleid und strahlend gelben Schnabel,
während die Amselhenne mit dunkelgrauem Federkleid aufwartet und grauem
bis gelbgrauem Schnabel.
Die Eier der Amsel
sind grün gesprenkelt
Zunächst hier drei
Aufnahmen vom Amselhahn:



Nun drei Aufnahmen von
der Amselhenne:



Und hier ein Ei
der Amsel, allerdings von einem Räuber geplündert und also kaputt. In natura
übrigens etwa 3 bis 4 cm lang.

Noch mehr über die
Amsel...
Hier aus dem Jahre 2002:

Soeben hat die Amselhenne ein Bad
genommen, fast alles Wasser verspritzt; denn der Napf ist so gut wie leer. Noch
einmal kurz geschüttelt, dann zurück aufs Nest. Im Moment brütet sie fleißig,
aber räuberische Feinde wie Eichkater und Elster mussten schon vertrieben
werden.

Imposant, wie die Amsel, im Nest sitzend, den Schwanz hoch reckt. Man könnte ihn für einen Ast halten. Als ich mich mit der Kamera näherte, blieb sie mutig sitzen.
Aber leider war wenige Tage später
das Nest leer. Kein Ei darin! Ein böser Dieb muss am Werk gewesen sein. Inzwischen
hat die Amsel mehrmals neu zum Nestbau angesetzt.
In einem unserer Apfelbäume,
entdeckten wir, hat sie einen neuen Versuch unternommen. Schließlich wuchs ein
Jungtier heran und schaute keck in die Welt:

Nachdem sich der Winter mit ersten
Nachtfrösten ankündigt, orientieren sich die Amseln auf eines unserer
Futterhäuser. Heute, 20. November, wollte eine gar nicht wieder heraus.

Aus dem Jahre 2001:
In diesem Jahr haben wir doch
tatsächlich nicht herausbekommen, wo in unserem Garten die Amsel brütet. Das
ist schon ungewöhnlich, denn meist ist es ein Problem für brütende Amseln, ihr Nest
so zu verstecken, dass es nicht ausfindig gemacht werden kann. Und zwar
natürlich nicht wegen uns, sondern wegen der Feinde, die meist ganz genau
wissen, ab wann die Kleinen im Nest eine Leckerei darstellen.
Also den ansässigen Amseln muss
gelungen sein, wenigstens ein Junges durchzukriegen; denn seit einigen Tagen
hüpft ein Neuling herum, der dadurch auffällt, dass sozusagen der Kopf nicht
ganz fertig ist, nämlich der Schnabel noch nicht ganz ausgeprägt, geformt noch
wie beim Nesthocker. Auch der Schwanz ist noch nicht ganz fertig, jedenfalls
nicht zünftig lang. Aber ansonsten bewegt sich der Vogel schon wie ein
Erwachsener.
Möglicherweise ist er auch wo
anders aufgewachsen - Amseln gibt es viele im Revier - und
hat sich selbständig gemacht. Was schon etwas heißt, denn junge Amseln machen
in der Regel zunächst eine Phase durch, während der sie zwar das Nest verlassen
haben, aber noch ziemlich hilflos herumsitzen und –hüpfen und von den Eltern
gefüttert werden. Das ist übrigens auch eine Zeit, wo sie von Räubern gern
geschnappt werden.
Übrigens scheinen sich die Amseln
in diesem Jahr 2001 letztlich ganz gut vermehrt zu haben. Wir sehen zur Zeit
(Anfang August) oft ein Muttertier mit ihren zwei erwachsenen Kindern in
unserem Garten. Die gar nicht mehr so Kleinen wollen immer noch gefüttert
werden, obwohl sie ohne Zweifel schon auf eigenen Beinen stehen könnten. Auf
dem Foto ist ein gar nicht scheues Jungtier zu sehen, das sich für die
Erdbeeren auf unserer Terrasse interessiert.
Die beiden Jungtiere fallen uns
auch deswegen auf, weil sie auf der Brust eine deutlich an Drosseln erinnernde
Musterung haben, allerdings viel dunkler als bei Drosseln. Schauen Sie das Tier
auf dem nächsten Foto:

Amseln hüpfen über den Rasen und
halten nach Futter Ausschau. Bemerkenswert, wie oft sie dabei Regenwürmer
entdecken und die Tiere dann herauszupfen aus dem Grund. Was sie sonst so noch
verspeisen, sieht man nicht. Sie sind auf alle Fälle stets sehr geschäftig.
Wenn die Kirschen heranreifen,
schauen sie schon einmal, wie weit die gediehen sind. Und dann sind sie
Stammgäste auf dem Kirschbaum. Aber auch für Beeren interessieren sie sich. Im
vergangenen Jahr hatten sie unsere Blaubeeren entdeckt, und wir hatten Mühe,
die paar Früchte für uns zu retten. In diesem Jahr haben sie sich -
wahrscheinlich, weil wir die Blaubeeren mit einem Netz schützen - für
die roten Johannisbeeren entschieden, was uns nicht ganz so stört, denn da hängen
genug. Auch die kleinen Monatserdbeeren fressen sie mit Vorliebe. Geradezu
erstaunlich ist dabei, dass wir beobachten, wie sie aus der Ferne zielgerichtet
herbeifliegen, eine Beere naschen und mit der Beute wieder davonziehen.
Die Vögel, die am meisten die
Tränken auch als Badestellen nutzen, sind die Amseln. Oft ist da rege
Konkurrenz. Kleinere Vögel, wie etwa Sperlinge, werden davongejagt, weil die
natürlich auch immer gerade dann ins Wasser hüpfen wollen, wenn eine Amsel die
Absicht hat. Und auch Amseln untereinander dulden sich nicht unbedingt. Es kann
geschehen, das wenigstens zwei Näpfe gleichzeitig besetzt sind. Hier ein Foto,
auf dem eine Amsel gerade voll mit dem Kopf ins Wasser geht.


Es ist übrigens oft sehr amüsant
zu beobachten, wie sich eine Amsel durchringt, ein Bad zu nehmen. Zunächst hüpft
sie auf den Rand der Tränke und trinkt. Dann taucht sie schon mal den Kopf
vorsichtig und hastig ein, offenbar prüfend, wie tief das Wasser sein könnte.
Dann setzt sie offenbar an, hinein zu springen, landet aber prompt auf dem
gegenüber liegenden Rand der Schüssel. Sofort dreht sie um und macht das
Manöver noch einmal. Das kann so drei, vier Mal geschehen, dann endlich hat sie
sich überwunden und springt wirklich hinein. Nun wird mit Eifer geplanscht, der
Kopf mehrfach eingetaucht, mit den Flügeln geschlagen und Wasser über den
Körper gespritzt. Wenn sie dann nach ein, zwei Minuten losfliegt, sieht man
deutlich, wie schwer sie sich erhebt, weil sie „eingeweicht“ ist.
An heißen Tagen kann es schon
geschehen, dass Tiere regelrecht verschnaufen. Sie stehen starr, sperren den
Schnabel auf und atmen heftig. Oft auch nehmen sie ein Sonnenbad.

Und natürlich muss ab und zu
getrunken werden.

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