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Oft im Frühjahr bauen die Amseln
ihr Nest zu früh, und der Frost lässt die Eier erfrieren oder tötet die
winzigen Jungtiere. Auch kommt es vor, dass das Nest, weil noch keine Blätter
an Baum oder Busch gewachsen sind, von Feinden ausgespäht und ausgeraubt wird.
Dieses Jahr war ein Amsel-Paar
gut beraten und hat sich in unserem offenen Schuppen angesiedelt. Siehe Foto.

Die Tiere waren vor der Witterung
maximal geschützt, und ein Feind hat sie offenbar auch nicht ausgespäht.
Jedenfalls sind sie ausgesprochen schnell herangewachsen. Die Eier im Nest zu
fotografieren, haben wir regelrecht verpasst. Bald bekamen wir heraus, dass
vier Jungtiere heranwachsen. Meist duckten sie sich weg.

Manchmal allerdings schauten sie auch schon mal ziemlich keck über den Rand.

Sobald sie ein ungewohntes Geräusch vernahmen, verschwanden sie nahezu. Wenn sie mitbekamen, dass sich die Eltern näherten, kamen sie wieder hervor.
Uns gelang, den Einflug des Amselhahns
zu fotografieren. Obwohl sich die Amseln-Eltern recht gut an uns gewöhnt
hatten, beim Anflug zum Nest sahen sie uns nicht so gern. Wenn sie sich denn
doch trauten, blieben sie äußerst misstrauisch.

Hier schlägt sie noch unruhig mit ihren Flügeln. Dann schaut sie vorsichtig.

Schließlich
füttert sie den hinteren Sprössling ab.

Wir
hatten gerade noch den letzten Tag erwischt. Am nächsten Tag waren sie alle
ausgeflogen. Und am Abend des nächsten Tages entdeckten wir ein Jungtier im
Busch vorm Haus:

Als
wir ihn fotografieren wollten, türmte er über die Wiese hinweg – halb im Flug,
halb zu Fuß – zu unseren Teichen und setzte sich unbeholfen an den Beckenrand.

Am
Morgen des nächsten Tages begrüßte uns ein Jungtier auf unserem blühenden Kirschbaum:
