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Der Apfelblütenstecher (Anthonomus pomorum), etwa 5mm
groß, ist ein Rüsselkäfer, dessen Larve (Kaiwurm) die Apfelblütenknospen zerstört. Die Knospe bleibt
geschlossen und wird braun.
Der Vorgang ist der, dass die Apfelblütenstecher im Frühjahr, sobald die Temperaturen die Frostzone verlassen haben, an den Apfelbäumen auftauchen und nach noch geschlossenen Blüten suchen. Sobald sie eine gefunden haben, legen sie ihre Eier ab. Die entstehenden „Kaiwürmer“ (in der Regel einer pro Blüte) richten sich in den Blüten ein, was man so recht nicht sehen kann, weil die Blüten geschlossen bleiben. Dass sie befallen sind, erkennt man schließlich daran, dass sie sich braun färben. Öffnet man sie, sieht man den Wurm. Für die Blüte ist es freilich zu spät.
Deshalb suchen wir zumindest in den unteren
Regionen der Bäume nach Apfelblütenstechern, sobald die Temperaturen deren
Auftreten signalisieren. Mit Geschick und Erfahrung kann man eine ganze Menge
ablesen, ohne eine chemische Keule einsetzen zu müssen.
Zu unserer angenehmen Überraschung ist in
diesem Frühjahr 2002 noch kaum ein Apfelblütenstecher aufgetaucht. Weshalb wir
nur ein aktuelles Foto beifügen können. Und das nicht aus der Natur, sondern zeigend
den abgelesenen Käfer auf einem Blatt Papier.

Gewiss sind mehrere Exemplare auf Achse, aber
es kann schon sein, dass die lange anhaltende relativ kalte Witterung dazu
geführt hat, dass sich die Biester nicht so wie üblich entwickeln konnten.