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In einem alten Lexikon ist über den
Goldfisch zu lesen, er sei „eine kleine, ursprünglich in China gezüchtete
Varietät echter Karauschen, die durch ihre prachtvolle goldrote Färbung sehr beliebt
und Zimmer- und Bassinfisch geworden ist“.
Vom Großvater wissen wir noch, dass er einen
Goldfisch im Sommer im Garten im Wasserbassin und im Winter in der Wohnung in
einem engen runden Glas gehalten hat. Man fand das selbstverständlich, und dass
die Enge dem Fisch unangenehm sein könnte, auf die Idee kam man überhaupt
nicht. Insofern könnte man denken, Goldfische seien zähe Tiere. Das stimmt wohl
nicht. Wir haben jedenfalls mit Goldfischen schon manchen Kummer gehabt.
Vor zwei Jahren schwammen bei uns vier
Goldfische im Teich. Nämlich ein großer (so 20cm), dessen Partner
dahingestorben ist, und zwei mittelgroße (so 10cm), die wir ihm zur Gesellschaft
gekauft haben. Und dann ist noch ein kleiner (so 5cm) dazu gekommen.
Als die Goldfische noch ihren eigenen Teich
hatten, war der große Goldfisch auf die zwei kleineren fixiert. Sobald es
Futter gab, fing er nicht an zu fressen, sondern jagte erst einmal die anderen
durch das Wasser. Seit die Teiche verbunden sind, ist der große Goldfisch, der
übrigens immer noch auf einen Namen wartet, stark auf die Gruppe der Koi
orientiert. Zunächst, als er in den anderen Teich wechseln konnte, hatte er
zwei Tage lang den „Schlafrock“, einen Shubunkin, gejagt. Das hatte er
inzwischen sein lassen, aber im Frühjahr 2002, nachdem die Wassertemperatur
angestiegen war, hetzt er gelegentlich wieder hinter dem Shubunkin her.

Goldfische sind an sich - so
unser Eindruck - gemütliche Fische. Sie sonnen sich gern,
wobei sie in der Gruppe stehen. Auch jetzt finden sie sich gern zum Sonnenbad
im ehemaligen Goldfisch-Teich ein, bei welcher Gelegenheit sich dann oft auch
„Fred“, der schwarze Schleierschwanz, dazugesellt.
Inzwischen schreiben wir 2006, und im Teich
hat sich einiges verändert. Die Goldfische haben Nachwuchs bekommen. Einige
Fische davon sind herangewachsen. Und auch die scheinen bereits für Nachwuchs
gesorgt zu haben. Jedenfalls jagen zahllose jüngere, teils schön bunte
Goldfische im Teich herum und kommen auch schon zur Fütterung.