www.tiere-im-garten.de
Hier zeigen wir, was wir für eine
Kuriosität halten. Manchmal hatten wir für einen Moment unseren Spaß daran.
Selbst auf die Gefahr hin, dass Sie im Gegensatz zu uns die jeweilige
Angelegenheit langweilig finden, stellen wir sie hier vor.
Fuß-Marsch
Heute
stiefelte eine Erdkröte über unseren Rasen. Wir traten neugierig hinzu. Sie
ließ sich nicht beirren und marschierte über einen Schuh ab ins Gebüsch.
Spiegelung
Um eine Teichfrosch-Kaulquappe zu fotografieren,
musste ich mich über das Wasser beugen, damit mein Schatten der Kamera den
Blick auf den Teichgrund ermöglichte.
Nacht-Gast
Im Februar des Jahres 2009 fanden wir des Morgens mehrmals das krause
Haar eines Nachtgastes vor unserer Bungalowtür. Der Ort war wahrscheinlich auch
deshalb gewählt worden, weil unter der Türschwelle ein Heizungsrohr verläuft,
so dass ein bisschen Wärme wohl auch nach draußen dringt. Da das flockige Haar
ziemlich lang ist, tippen wir auf „Waschbär“, der stets etwas von seinem sich
lösenden Winterfell zurückgelassen hat. Alle Versuche, den Gast zu beobachten,
schlugen fehl. Oder war es gar ein „Marderhund“? Die sind ja angeblich im Osten
heimisch. Wahrscheinlich aber war es doch wohl „nur“ eine wildernde Katze.
Arbeitsteilung
Das Eichhörnchen deponiert Walnüsse in den Löchern im Rasen, die
der Grünspecht bohrt, um Ameisen zu futtern.
Aufgespießt
Seltsame Erscheinung auf einer Palmlilie - ein
auf einem Blatt aufgespießter Gelbrandkäfer. Beim genaueren Hinschauen stellt
sich heraus, dass er hohl, also „leergefressen“ ist. Wahrscheinlich hat ihn ein
Vogel fallen lassen, und er ist genau auf der Blattspitze gelandet.
Appetit
Eines Mittags im August
2006 machte ein Kutscher mit seinen Pferden Halt vor unserem Grundstück, um mit
einem Bekannten zu schwätzen, den er getroffen hatte. Die Pferde entwickelten
unterdessen allerhand Appetit auf die Sträucher am Straßenrand.
Überfall
Eines Morgens im März
2006 entdeckten wir diesen Tatort. Zwar deutlich die Spuren eines grausamen
Mordes, aber keine Spur vom Täter, die im Schnee heran und hinweg geführt
hätte.
Vorsorge
Im Sommer 2005 sammelte
ein Eichhörnchen für den Wintervorrat fleißig Walnüsse von unserem Nussbaum und
verteilte sie im Garten. Zu unserer
Überraschung auch im Abfluss unserer Haustürtreppe.
Wespen-Nest
Als wir uns am ersten Sonntag
des Juni 2005 zum Kaffee an den Gartentisch gesetzt hatten, umschwirrten uns
ungewöhnlich viele Wespen. Wir untersuchten die Sache genauer und stellten
fest, dass sie meist unterm Tisch hervorkamen. Uns siehe da! Dort hatten sie
sich ein Nest gebaut, das wir bei allem guten
Willen an diesem Ort nicht lassen wollten.
Vogel-Toilette
Im Spätherbst des Jahres
2004 stellten wir eines Tages mehrere Kot-Portionen eines Vogels auf einem
Fenstersims fest, und zwar genau in der Mitte. Von Tag zu Tag wurde es mehr. Da
war über Nacht ein Vogel sozusagen ganz gezielt zu Gange. Rätselhaft, dass ein
Tier sich immer ganz genau die gleiche Stelle aussuchte, um seine Notdurft zu
verrichten. Wir vermuteten, dass sich gegen Mitternacht dort auf dem Sims etwa eine
Eule einfand, ihr Schläfchen machte und dabei halt auch das Nötigste. Bis uns
die Nachbarin aufklärte. Sie sah nämlich zufällig, wie beim Losbrechen eines
Schneegestöbers ein kleiner Vogel – wohl ein Kleiber – hastig unterm Dach die
Hauswand entlang lief, und zwar genau unter den Dachfirst, wo er sich
niederließ. Dort suchte er offenbar nun schon seit Wochen in der Nacht Schutz,
weshalb sein Kot stets auf der gleichen Stelle landete, nachdem er knapp an der
Hauswand entlang nach unten segelte...
Mitte März des Jahres
2003 klopfte morgens gegen 7 Uhr eine Blaumeise an unserem Fenster herum.
Unverdrossen flog sie immer wieder an, ab und zu auch gegen die Scheibe, aber offenbar
immer im Bemühen, irgendetwas Futterbares zu erwischen. Wir vermuten, dass sie
Reste von Spinnweben suchte.
Wenige Tage später erlebten wir den gleichen Vorgang am Außenspiegel
eines Autos. Eine Blaumeise beschäftigte sich fast den ganzen Nachmittag
ausgiebig mit Herumklopfen an diesem Gegenstand. Wir glaubten nun zu wissen,
warum man zuweilen fragt: „Du hast wohl ne Meise?“ Dazu mehr >hier<.
Zuflucht
In der Neujahrsnacht 2002/03 suchte eine Spinne bei 10 Grad
Minus Schutz zwischen der Fensterscheibe und der Plastikkapsel unseres
Außenthermometers (das in der Regel wenigstens fünf Grad wärmer anzeigt als die
Außentemperatur wirklich ist). Im Laufe des Tages war sie dann wieder
verschwunden.
Notfall
An einem kalten Wintertag Januar 2002 gegen Mittag lag vor
unserem Küchenfenster auf dem Rücken eine ausgewachsene Amsel. Sie zitterte, ein
Zeichen, dass sie noch lebte. Wie es zu diesem Debakel gekommen ist, blieb uns
unbekannt. Wir hoben sie vorsichtig auf, betteten sie eingehüllt in zwei Tücher
und brachten sie auf unseren „Monet-Heuhaufen“. Sie konnte sich vorerst nicht
auf den Füßen halten. Die Tücher und die Mittagssonne erwärmten sie, so dass
sie nach etwa zwei Stunden wieder an Kraft gewann und, als wir sie weiter
betreuen wollten, auf und davon flog. Wir glauben, sie ist inzwischen ständiger
Besucher unserer Futterhäuser.
Dösen
Wenn Teichfrösche
sich entschlossen haben zu ruhen und zu dösen, lassen sie sich so schnell nicht
stören. Als eine Egelschnecke das Hinterteil des Teichfrosches überquerte,
rührte der sich nicht.
Eines Nachmittags, wir wollten Kaffee trinken, näherte
sich ein Moorfrosch. Er hatte am Tage am Ufer des Koi-Teiches gesessen, hopste
jetzt über die Treppe und kam unerschrocken heran. Er nahm neben dem Tablett im
Rasen Platz. Als sei es selbstverständlich, ließ er sich einen Regenwurm
servieren und danach auch noch fotografieren.
Als ich eines Tages an einem
unserer Gewässer etwas zu reparieren hatte und deswegen hineinstieg, kamen die
Frösche zu unserer Überraschung neugierig heran. Bevor wir, entzückt von diesem
Interesse, den Fotoapparat geholt hatten, waren sie allerdings wieder
verduftet. Wahrscheinlich hatten sie mitbekommen, dass menschliche Zehen kein
Futter sind für sie. Aber ein Frosch (rechts unten) ist immerhin noch zu sehen.
Wer
war zuerst da? Der Spaten oder der Maulwurfhügel?! Man hält es nicht für
möglich. Der Spaten stand zuerst an dieser Stelle. Ich hatte in der Nähe uns
störende, bereits aufgeworfene Hügel abgetragen und im Übrigen nicht übel Lust,
dem Wühler nachzugraben. Aber aus irgendeinem Grunde musste ich pausieren und
stellte den Spaten an der Hauswand ab. Als ich nach etwa einer Stunde
zurückkam, hatte der Erdgeselle sein Zeichen gesetzt. Wollte er mir drohen?
Überraschung im
Dezember. Auf einer Rasenfläche, die bisher verschont worden war, hatte ein
Maulwurf mehrere Hügel aufgeworfen. Ich entschloss mich, der Sache auf den
Grund zu gehen und hob ein stattliches Loch aus. Aber natürlich hatte der
„Bösewicht“ nicht auf mich gewartet. Frustriert stellte ich die Graberei ein.
Als wir nach Stunden ganz zufällig auf das Loch schauten, zierte ein
schmächtiger Grasfrosch den Rand. Er war, aufgestört, offenbar im Begriff, sich
ein neues Winterquartier zu suchen.
Zurück zur Startseite >Tschüss<