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Das Männchen des Teichfrosches ist (Kopf/Rumpf
gemessen) etwa 7 bis 9 cm und das Weibchen 9 bis 11 cm lang. Der Unterschied
ist am deutlichsten zu sehen, wenn sie sich zur Paarungszeit zusammen gefunden haben.
Hier dazu ein Foto:

Allerdings ist die Paarung für das Männchen oft mit
sehr viel Mühe verbunden, das Weibchen richtig packen zu können. Auf dem
folgenden Foto ist zu sehen, wie sie offenbar gar nicht geneigt ist, während er
krampfhaft festhält.

Solche Annäherung ist allerdings nicht der Auftakt im
Frühjahr!
Zunächst muss man sich nach langen Wintermonaten
unten im eisbedeckten Teich ein bisschen aufwärmen in der Sonne. Auch muss man
gucken, wer sich eingefunden hat. So sitzen sie denn ruhig beisammen am Ufer
und fühlen sich noch gar nicht als Konkurrenten im bevorstehenden
Paarungs-Lauf. Auch schauen sie noch ganz dunkel und abgründig aus.

Sobald es wärmer wird, färben sich die Teichfrösche
wunderbar grün, je nachdem mit braun-gelb-rot eingefärbten und schwarz
gemusterten Hinterbeinen.


Alsbald beginnen Kämpfe um
den besten Platz im Revier. Man knurrt sich gegenseitig an, bis ein Rivale
weicht. Wenn er das nicht tut, wird gnadenlos auf ihn eingesprungen, bis er
sich verzieht.
So ist es im Jahre 2001
unserem Liebling „Rambo“ ergangen, dem plötzlich ein junger Konkurrent erwuchs.
Er bäumte sich noch einmal auf - wie waren zufällig Zeuge -, stemmte sich gegen den Eindringling,
verzog sich dann in den ehemaligen Goldfischteich. Eine Zeit lang residierte
der Neue auf dem Stein.

Aber „Rambo“ war
hartnäckig. Gelegentlich, meist,
wenn wir nachmittags die Fische fütterten, tauchte er denn doch im Koi-Teich
auf und suchte sich irgendein Plätzchen, um geduldig zu warten, bis Ursula ihm
eine Fliege oder eine Wespe ins Wasser warf. Dann schoss er heran und
verschluckte das Opfer. Hier ein Porträt dieses imposanten Tieres. Gut zu
erkennen an dem markanten kurzen schwarzen Strich auf der Mitte des Rückens.
Leider hat „Rambo“ den Winter 2001/02 nicht überlebt.

Die Teichfrösche, die uns zur Zeit beehren, sind zwar
unterschiedlich gezeichnet (siehe dazu auch unter >Kennung<),
aber so auffällig wie damals „Rambo“ oder noch früher „Edwina“ hat sich bislang
noch keiner wieder gemacht.
Ein fröhlicher Rufer ist dieser:

Ein Wanderer zwischen den vier Becken und dem
Froschpfuhl ist dieser. Noch hockt er im Wasser des Moderlieschen-Teiches, dann
macht er sich auf den Weg hinüber zum Froschpfuhl. Dort hält er Ausschau und
richtet sich gemütlich ein.

Solche Wanderungen finden im Frühjahr meist statt in
der Hoffnung, ein Weibchen zu finden. Hat es geklappt, sind die Mühen groß, sie
zu überzeugen (siehe Foto oben!). Im Frühjahr 2003 hatte ein Weibchen lange im
Froschpfuhl ausgeharrt, obwohl von nebenan fast ein Dutzend Männchen wirklich
laut schrieen. Dann eines Tages war sie unter ihnen. Wie viele Männchen die
Ehre hatten, wissen wir nicht.
Mehr zur Teichfrosch-Paarung >hier<.
Ist der „Rummel“ um die Fortpflanzung ausgestanden,
werden die Teichfrösche ruhiger und es gibt in der Regel nur noch Rangelei um
einen günstigen Platz im Teich. Da kann es durchaus noch einmal laut werden,
bis einer den kürzeren zieht und einen anderen Platz aufsucht. Dieses Jahr 2003
gab es ja sogar Konkurrenz mit einer Erdkröte (Siehe dazu unter April in
unserem >Tier-Tagebuch<).
Teichfrösche sitzen gelegentlich in tiefem Gras
versteckt, oft allerdings ohne Scheu am Rande der Becken. Und nun, so ab Juni,
gibt es durchaus Tage und Stunden, in denen sie ohne Konkurrenzgeknarr
nebeneinander hocken und dösen.

Mit der Zeit werden einige Tiere überraschend zutraulich. Im Frühjahr 2003 machte Ursula mit einigen „Wellness“. Sie berührte und streichelte die Tiere, die wohlig knurrten.

Gelegentlich sitzen Teichfrösche in der Sonne
beieinander und man hat den Eindruck, sie meditieren gemeinsam. Wie etwa auf
dem folgenden Foto.

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