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Beobachtungen am Gartenteich
Fisch-Notate
von Ursula
Obermeier

Verhaltensweisen
Dieses beschriebene Verhalten gegenüber Pflanzen trifft
nur für die Koi zu. Alle anderen Fische sind weniger aggressiv beim Gründeln,
obwohl dies auch die Goldfische gern betreiben.
Das Getrenntleben der Arten in den verschiedenen
Teichbecken hat zum Vorteil, dass ich das Gebaren der Fische besser beobachten
kann. Die Goldfische und die beiden schwarzen Schleierschwänze sind eher
verspielt und obwohl sie unterschiedlich in Alter und Größe sind, scheinen sie
gleichberechtigt zu sein. Nach einigen Todesfällen sind schließlich ein etwa 25
cm und drei etwa 15 cm lange Goldfische übrig geblieben. Sie wirbeln
spielerisch, vornehmlich nach einer Fütterung um die eigene Achse,
beziehungsweise um einen beliebigen Partner, oder sie machen eine Art
„Haschemann“, einer voran, die anderen hinterher. Daran beteiligt ist auch ein
schwarzer Schleierschwanz, der, wenn auch nicht so schwimmwendig, versucht, fleißig
mitzutun. Anders dessen Partner. Obgleich beide gleich groß gekauft wurden,
entwickelte sich dieser körperlich kaum weiter. Er ist ein Winzling geblieben,
der zwar für sich allein ganz lebhaft ist, allerdings Schwierigkeiten beim
Fressen hat, und den derben Spielen der anderen nicht gewachsen zu sein
scheint. Ich bin gespannt, was aus ihm wird, vor allem, ob er genug
Widerstandskräfte hat, um den Winter überleben zu können.
Ganz anders geht es im Teichbecken der Koi und Shubunkins
zu. Hier gibt es eine strenge Rangordnung, die von den Koi ausgeht und der sich
die Shubunkins zu fügen haben. Doch ehe ich mich über diese Rangordnung
auslassen werde, muss noch etwas über die Namensgebung bei unseren Fischen
gesagt werden.
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